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Frau hakt Punkt auf Umzugscheckliste ab, im Hintergrund gestapelte Umzugskartons
11.05.2026 / Mieter

Der perfekte Umzugsplan: So ziehen Sie stressfrei in Ihre neue Mietwohnung ein

Mit der richtigen Umzugsplanung sparen Sie Zeit, Geld und Nerven. Unser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch alle Phasen des Umzugs.

Wie viel Stress verursacht Ihr nächster Umzug? Das hängt vor allem von Ihrer Vorbereitung ab. Wer früh und systematisch plant, behält die Kontrolle. Planung ersetzt Chaos. Der folgende Artikel gibt Ihnen eine strukturierte Checkliste für alle wichtigen Schritte – von der Kündigung der alten Wohnung bis zum erfolgreichen Einzug in Ihr neues Zuhause.

 

Was Sie zuerst erledigen sollten: Die wichtigsten Umzugsvorbereitungen

Beginnen Sie Ihre Umzugsplanung frühzeitig, idealerweise drei bis vier Monate vor dem geplanten Umzugstermin. Dies gibt Ihnen genügend Zeit, alle notwendigen Schritte ohne Zeitdruck zu erledigen. Eine gut durchdachte Planung hilft Ihnen, teure Fehler zu vermeiden und den Überblick zu behalten.

 

Die wichtigsten Aufgaben 3-4 Monate vor dem Umzug

Der Grundstein für einen reibungslosen Umzug wird Monate vorher gelegt. Folgende Schritte sollten Sie etwa 16-12 Wochen vor dem Umzug angehen:

  1. Mietvertrag der alten Wohnung kündigen Kündigen Sie Ihre alte Wohnung erst, nachdem Sie den neuen Mietvertrag unterschrieben haben. Beachten Sie die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende. Eine schriftliche Kündigung muss bis zum dritten Werktag eines Monats beim Vermieter eingehen. So vermeiden Sie unnötige Doppelmieten oder Wohnungslosigkeit.

  2. Umzugstermin festlegen Legen Sie einen konkreten Umzugstag fest, idealerweise an einem Werktag in der Monatsmitte. Dies erleichtert die weitere Planung und die Koordination mit Helfern.

  3. Umfang des Umzugs ermitteln Machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihres Hausrats. Notieren Sie größere Möbelstücke und schätzen Sie die Anzahl der benötigten Umzugskartons. Dies hilft bei der Entscheidung, ob Sie einen Umzugswagen mieten oder ein Umzugsunternehmen beauftragen.

  4. Umzugshelfer organisieren Fragen Sie frühzeitig Freunde und Familie, ob sie am Umzugstag helfen können. Je früher Sie anfragen, desto wahrscheinlicher bekommen Sie Unterstützung.

  5. Umzugsurlaub beantragen Beantragen Sie rechtzeitig Urlaub für den Umzug. Planen Sie idealerweise einige Tage vor und nach dem eigentlichen Umzugstag ein, um alles in Ruhe vorbereiten und einrichten zu können.

 

Wann sollten Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen?

Die Entscheidung zwischen Eigenumzug und professionellem Umzugsservice hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Für ein Umzugsunternehmen spricht:

  • Sie haben wenig eigene Helfer

  • Der Transport umfasst viele schwere Möbel

  • Sie müssen über große Distanzen umziehen

  • Sie haben keine Zeit für die Organisation

  • Sie möchten von der Versicherung des Unternehmens profitieren

Für einen Eigenumzug spricht:

  • Sie möchten Kosten sparen

  • Sie haben genügend zuverlässige Helfer

  • Sie ziehen nicht weit weg

  • Sie haben wenig zu transportieren

Wenn Sie sich für ein Umzugsunternehmen entscheiden, holen Sie mindestens drei Angebote ein. Achten Sie auf versteckte Kosten und vereinbaren Sie einen Festpreis inklusive aller Leistungen.

 

Die Umzugsplanung 2-3 Monate vor dem Umzug

Etwa acht bis zwölf Wochen vor dem Umzug sollten Sie folgende Punkte angehen:

  1. Entrümpeln und aussortieren Nutzen Sie die Gelegenheit, nicht mehr benötigte Gegenstände zu entsorgen. Verkaufen, verschenken oder entsorgen Sie Kleidung, Möbel und Elektrogeräte, die Sie nicht mehr brauchen. Das spart Transportkosten und schafft Platz im neuen Zuhause.

  2. Angebote für Strom, Gas, Internet und Telefon einholen Prüfen Sie, ob Ihre bestehenden Verträge übertragbar sind oder ob ein Wechsel sinnvoll ist. Vergleichen Sie Anbieter und schließen Sie rechtzeitig neue Verträge ab, damit in der neuen Wohnung vom ersten Tag an alles funktioniert.

  3. Versicherungen prüfen und aktualisieren Informieren Sie Ihre Versicherungen über den Umzug und passen Sie bei Bedarf den Versicherungsschutz an. Besonders wichtig sind Hausrat- und Haftpflichtversicherung.

  4. Renovierungsbedarf prüfen Klären Sie, welche Renovierungsarbeiten in der alten und neuen Wohnung nötig sind. Prüfen Sie Ihren Mietvertrag hinsichtlich Schönheitsreparaturen und planen Sie Zeit und Budget entsprechend ein.

RenovierungsartAlte WohnungNeue WohnungZeitaufwand
Wände streichenNach MietvertragNach Bedarf/Wunsch1–3 Tage
Löcher spachtelnMeist erforderlich1 Tag
GrundreinigungImmer erforderlichNach Bedarf1–2 Tage
Fußböden aufarbeitenNach BeschädigungNach Wunsch1–2 Tage
 
  1. Umzugsmaterial beschaffen Besorgen Sie frühzeitig Umzugskartons, Packpapier, Luftpolsterfolie und Klebeband. Fragen Sie in Supermärkten nach kostenlosen Kartons oder leihen Sie welche aus.

 

4-6 Wochen vor dem Umzug: Die Organisation nimmt Fahrt auf

In dieser Phase beginnt die konkrete Vorbereitung des Umzugs. Folgende Punkte stehen jetzt auf Ihrer Agenda:

  1. Erste Kartons packen Beginnen Sie mit dem Packen von Gegenständen, die Sie selten nutzen. Saisonale Kleidung, Bücher, Dekoartikel und selten genutztes Küchenequipment können bereits jetzt eingepackt werden.

  2. Adressänderungen mitteilen Informieren Sie wichtige Stellen über Ihren Umzug: - Banken und Kreditinstitute - Versicherungen - Vereine und Mitgliedschaften - Abonnements (Zeitungen, Zeitschriften) - Arbeitgeber - Ärzte - Bildungseinrichtungen (Schulen, Kindergarten)

  3. Nachsendeauftrag bei der Post einrichten Stellen Sie etwa vier Wochen vor dem Umzug einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post. So stellen Sie sicher, dass keine wichtige Post verloren geht.

  4. Halteverbotszone beantragen Falls nötig, beantragen Sie eine Halteverbotszone vor der alten und neuen Wohnung. Dies erleichtert das Be- und Entladen am Umzugstag erheblich. Beantragen Sie diese spätestens 2-3 Wochen vor dem Umzug bei der zuständigen Behörde.

 

Was packe ich wann ein? Die optimale Packreihenfolge

Richtiges Packen spart Zeit und Nerven. Hier eine Übersicht, in welcher Reihenfolge Sie am besten vorgehen:

4-6 Wochen vorher:

  • Saisonale Kleidung

  • Bücher und Sammlungen

  • Dekoration

  • Selten genutzte Küchenutensilien

  • Hobbyartikel

2-3 Wochen vorher:

  • Bilder und Wanddekoration

  • Zusätzliches Geschirr

  • Wohnzimmeraccessoires

  • Nichtessentielle Elektronik

1 Woche vorher:

  • Meiste Kleidung (außer für die letzte Woche)

  • Hauptteil des Geschirrs

  • Meiste Möbel, die nicht täglich benötigt werden

1-2 Tage vorher:

  • Restliche Kleidung (außer Umzugstags-Outfit)

  • Bettwäsche (eine Garnitur für die letzte Nacht behalten)

  • Badezimmerutensilien (Grundausstattung behalten)

  • Elektronik wie TV, Computer

Lassen Sie bis zuletzt unverpackt:

  • Medikamente

  • Wichtige Dokumente

  • Tagesbedarf an Kleidung

  • Grundlegende Küchenutensilien

  • Hygieneartikel

  • Handtücher

  • Werkzeug für Möbelmontage/-demontage

 

So packen Sie richtig: Tipps für effizientes Einpacken

Das richtige Packen ist entscheidend für einen reibungslosen Umzug. Beachten Sie folgende Tipps:

  1. Beschriften Sie jede Kiste deutlich Notieren Sie auf jedem Karton den Zielraum und den Inhalt. Verwenden Sie eventuell verschiedenfarbige Aufkleber für unterschiedliche Räume. Dies erleichtert das gezielte Auspacken erheblich.

  2. Packen Sie nach Räumen Halten Sie Gegenstände aus einem Raum in denselben Kartons. So finden Sie später alles leichter wieder.

  3. Achten Sie auf das Gewicht Packen Sie schwere Gegenstände in kleine Kartons und leichte in große Kartons. So bleiben alle Kartons handhabbar.

  4. Schützen Sie zerbrechliche Gegenstände Wickeln Sie zerbrechliches gut in Luftpolsterfolie, Handtücher oder Decken ein. Kennzeichnen Sie diese Kartons als "Vorsicht zerbrechlich".

  5. Verwenden Sie spezielle Hilfsmittel Nutzen Sie Möbelgurte und Sackkarren für schwere Gegenstände. Für Möbel mit vielen Kleinteilen verwenden Sie am besten kleine Beutel, die Sie am Möbelstück befestigen.

  6. Packen Sie eine Erste-Nacht-Kiste Stellen Sie eine Kiste mit allem zusammen, was Sie in der ersten Nacht benötigen: - Kleidung für den nächsten Tag - Hygieneartikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Handtuch) - Medikamente - Bettwäsche - Wichtige Dokumente - Handy-Ladegerät - Eine kleine Grundausstattung für die Küche - Toilettenpapier

 

Tipp: Wie viele Umzugskartons benötige ich?

Als Faustregel gilt: Berechnen Sie etwa 10-15 Kartons pro Zimmer. Für eine durchschnittliche 2-Zimmer-Wohnung benötigen Sie etwa 30-40 Kartons, für eine 3-Zimmer-Wohnung etwa 40-60 Kartons.

 

Die letzten 2 Wochen: Finale Vorbereitungen treffen

Kurz vor dem Umzug steigt der Stress oft an. Mit diesen Schritten behalten Sie die Kontrolle:

  1. Wohnungsübergabetermin vereinbaren Stimmen Sie mit dem alten Vermieter einen Termin für die Wohnungsübergabe ab. Idealerweise nicht am selben Tag wie der Umzug.

  2. Zählerstände ablesen und dokumentieren Notieren und fotografieren Sie alle Zählerstände in der alten Wohnung. Dies ist wichtig für die spätere Abrechnung.

  3. Letzte Kartons packen Packen Sie nun auch die Gegenstände ein, die Sie bis zuletzt gebraucht haben. Lassen Sie nur das Nötigste für den Umzugstag selbst übrig.

  4. Möbel abbauen Bauen Sie größere Möbel ab und sichern Sie Schrauben und Kleinteile in beschrifteten Beuteln.

  5. Wichtige Dokumente und Wertsachen separieren Bewahren Sie wichtige Dokumente, Wertsachen und den Mietvertrag der neuen Wohnung gesondert auf. Diese sollten Sie persönlich transportieren.

  6. Umzugshelfer erinnern Erinnern Sie Ihre Helfer kurz vor dem Umzug nochmals an den Termin. Planen Sie auch Verpflegung für alle ein.

 

Der Umzugstag: Schritt für Schritt durch den großen Tag

Der Umzugstag ist angebrochen. Mit dieser Reihenfolge meistern Sie ihn stressfrei:

  1. Früh aufstehen und frühstücken Starten Sie ausgeruht und mit Energie in den Tag. Ein gutes Frühstück gibt Kraft für die kommenden Stunden.

  2. Letzte Kontrolle durchführen Überprüfen Sie alle Räume, Schränke und Schubladen auf vergessene Gegenstände.

  3. Helfer einweisen Erklären Sie Ihren Helfern die geplante Vorgehensweise. Teilen Sie Aufgaben je nach Fähigkeiten ein.

  4. Strategisch verladen Beginnen Sie mit schweren Möbeln und großen Kartons als stabile Basis. Packen Sie zerbrechliche Gegenstände separat und gut sichtbar gekennzeichnet.

  5. Pausenmanagement Legen Sie regelmäßige kurze Pausen ein und sorgen Sie für ausreichend Getränke und kleine Snacks.

  6. Sicherheit beachten Achten Sie auf sichere Transportwege und verwenden Sie richtige Hebetechniken. Lieber einen Helfer mehr nehmen als sich zu überanstrengen.

  7. Schlüsselübergabe durchführen Übergeben Sie die alte Wohnung mit einem Übergabeprotokoll. Lassen Sie sich die Schlüsselübergabe schriftlich bestätigen.

 

Checkliste für den Umzugstag

  1. Handy vollständig aufladen

  2. Werkzeug für Möbelabbau/-aufbau griffbereit halten

  3. Verpflegung und Getränke für Helfer bereitstellen

  4. Wertsachen und wichtige Dokumente persönlich transportieren

  5. Zählerstände notieren und fotografieren

  6. Schlüssel für alte und neue Wohnung griffbereit halten

  7. Erste-Hilfe-Set bereithalten

  8. Reinigungsutensilien für die Endreinigung einpacken

  9. Bargeld für unerwartete Ausgaben mitnehmen

  10. Alle Fenster und Türen vor Verlassen kontrollieren

 

Was muss in der neuen Wohnung zuerst erledigt werden?

Nach der Ankunft in der neuen Wohnung steht folgendes auf der Agenda:

  1. Zählerstände ablesen und dokumentieren Notieren und fotografieren Sie alle Zählerstände in der neuen Wohnung. Dies ist wichtig für die spätere Abrechnung.

  2. Möbelaufbau priorisieren Bauen Sie zuerst die wichtigsten Möbel auf: - Bett (für die erste Nacht) - Esstisch und Stühle - Küchenzeile - Schrank für Kleidung

  3. Notfallversorgung einrichten Richten Sie Badezimmer und Küche mit dem Nötigsten ein. So haben Sie eine funktionsfähige Basis, selbst wenn noch viele Kartons unausgepackt sind.

  4. Schlafplatz vorbereiten Beziehen Sie Ihr Bett, damit Sie am Abend eine bequeme Schlafstätte haben.

 

Wohnungsübergabe richtig durchführen

Die Wohnungsübergabe ist ein wichtiger rechtlicher Schritt. Beachten Sie folgende Punkte:

Bei der alten Wohnung:

  • Dokumentieren Sie den Zustand mit Fotos

  • Erstellen Sie ein Übergabeprotokoll mit dem Vermieter

  • Notieren Sie alle Zählerstände (Strom, Gas, Wasser)

  • Übergeben Sie alle Schlüssel

  • Klären Sie die Rückzahlung der Kaution

Bei der neuen Wohnung:

  • Dokumentieren Sie vorhandene Mängel sofort mit Fotos

  • Prüfen Sie, ob alle Schlüssel übergeben wurden

  • Notieren Sie alle Zählerstände

  • Unterschreiben Sie ein Übergabeprotokoll

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Nach dem Umzug: Diese Aufgaben stehen jetzt an

Die erste Hektik ist vorbei, doch einige wichtige Aufgaben müssen noch erledigt werden:

  1. Wohnsitz ummelden Melden Sie Ihren Wohnsitz innerhalb von 14 Tagen beim Einwohnermeldeamt um. Dafür benötigen Sie: - Personalausweis oder Reisepass - Wohnungsgeberbestätigung vom neuen Vermieter - Ggf. Termine vorab online buchen

  2. Zählerstände übermitteln Teilen Sie den jeweiligen Versorgern die Zählerstände mit. Oft kann dies online erfolgen.

  3. Weitere Adressänderungen Informieren Sie alle noch ausstehenden Stellen über Ihren Umzug: - Finanzamt - Krankenkasse - Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ) - Fahrzeugzulassungsstelle (KFZ-Ummeldung) - Ärzte - Bibliotheken

  4. Kaution der alten Wohnung anfordern Nach beendeter Mietzeit haben Sie Anspruch auf Rückzahlung der Kaution. Der Vermieter hat dafür angemessene Zeit zur Prüfung (in der Regel bis zu 6 Monate).

  5. Neue Umgebung erkunden Nehmen Sie sich Zeit, Ihre neue Nachbarschaft zu erkunden. Finden Sie wichtige Einrichtungen wie: - Supermärkte - Ärzte und Apotheken - Öffentliche Verkehrsmittel - Parkmöglichkeiten - Restaurants - Behörden

 

Kostenplanung: So behalten Sie die Umzugskosten im Griff

Ein Umzug kann schnell teuer werden. Mit guter Planung können Sie jedoch Kosten sparen:

 

Umzugsunternehmen vs. Eigenumzug: Ein Kostenvergleich

Kosten für ein Umzugsunternehmen (ca. 2-Zimmer-Wohnung):

  • Innerhalb einer Stadt: 700-1.200 Euro

  • Bis 100 km: 1.000-1.500 Euro

  • Bis 500 km: 1.500-2.200 Euro

Kosten für einen Eigenumzug (ca. 2-Zimmer-Wohnung):

  • Transporter mieten: 80-150 Euro pro Tag

  • Umzugskartons: 50-100 Euro

  • Verpackungsmaterial: 30-50 Euro

  • Verpflegung für Helfer: 50-100 Euro

  • Halteverbotszone: 30-50 Euro

  • Gesamt: 240-450 Euro

Die Entscheidung zwischen Eigenumzug und Umzugsunternehmen hängt von mehreren Faktoren ab:

Fragen zur Entscheidungshilfe:

Haben Sie bereits Umzugserfahrung? Wenn Sie noch nie einen Umzug organisiert haben, kann die professionelle Hilfe sinnvoll sein.

Wie ist Ihre körperliche Verfassung? Ein Umzug bedeutet körperliche Anstrengung. Wenn Sie gesundheitliche Einschränkungen haben, sollten Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen.

Wie viele zuverlässige Helfer haben Sie? Für einen Eigenumzug benötigen Sie mindestens 3-4 Helfer. Ohne ausreichende Unterstützung wird es schwierig.

Wie umfangreich ist Ihr Hausrat? Bei vielen schweren Möbeln oder einem großen Haushalt lohnt sich oft ein Umzugsunternehmen.

Wie weit ist die Entfernung? Bei Fernumzügen über mehrere hundert Kilometer sind Umzugsunternehmen oft die bessere Wahl.

 

Tipp: Umzugskosten von der Steuer absetzen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie Umzugskosten steuerlich geltend machen:

  • Bei beruflich bedingtem Umzug (z.B. neuer Arbeitsplatz)

  • Bei Umzug zur Verkürzung des Arbeitswegs

  • Bei Umzug zum Antritt der ersten Arbeitsstelle nach der Ausbildung

Sammeln Sie alle Belege für:

  • Transporter oder Umzugsunternehmen

  • Umzugsmaterial

  • Fahrtkosten

  • Maklergebühren

  • Verpflegungsmehraufwand

 

Umzug mit Kindern und Haustieren: Besondere Herausforderungen

Umziehen mit Kindern oder Haustieren erfordert besondere Rücksicht:

 

Kinder beim Umzug einbeziehen

  • Kinder frühzeitig über den Umzug informieren

  • Positive Aspekte des Umzugs betonen

  • Kinder in die Planung einbeziehen (z.B. Zimmergestaltung)

  • Kinderbetreuung am Umzugstag organisieren

  • Vertraute Gegenstände sofort auspacken

  • Zeit für gemeinsame Erkundung der neuen Umgebung einplanen

 

Umzug mit Haustieren

  • Transportbox oder Transportkorb vorbereiten

  • Vertraute Gegenstände (Decken, Spielzeug) mitnehmen

  • Ggf. mit Tierarzt über Beruhigungsmittel sprechen

  • Sicheren Raum in der neuen Wohnung einrichten

  • Tiere erst nach dem Gröbsten in die neue Wohnung bringen

  • Ausreichend Zeit für Eingewöhnung geben

  • Bei Katzen: Katzenklo und Futter sofort bereitstellen

 

Häufige Fragen zum Umzug in eine neue Mietwohnung

Wann sollte ich spätestens mit der Umzugsplanung beginnen? Idealerweise beginnen Sie drei bis vier Monate vor dem geplanten Umzugstermin mit der Planung. So haben Sie ausreichend Zeit für alle notwendigen Schritte und vermeiden Stress in letzter Minute.

Muss ich die alte Wohnung renovieren? Das hängt von Ihrem Mietvertrag ab. Prüfen Sie, welche Klauseln zu Schönheitsreparaturen enthalten sind. In vielen Fällen sind Sie verpflichtet, die Wohnung in einem angemessenen Zustand zurückzugeben, was oft Streichen und kleinere Reparaturen einschließt.

Wie viele Umzugskartons benötige ich? Als Faustregel gilt: Pro Quadratmeter Wohnfläche etwa einen Umzugskarton. Eine 70-qm-Wohnung benötigt also etwa 70 Kartons. Besser etwas mehr einplanen als zu wenig.

Wie kündige ich den alten Mietvertrag richtig? Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und eigenhändig unterschrieben sein. Sie sollte per Einschreiben oder persönlich gegen Empfangsbestätigung überreicht werden. Die gesetzliche Kündigungsfrist für Mieter beträgt drei Monate zum Monatsende.

Kann ich die Kündigungsfrist verkürzen? Sie können versuchen, einen Nachmieter zu finden, der früher einzieht. Wenn Ihr Vermieter zustimmt, können Sie so die Kündigungsfrist verkürzen. Eine vertragliche Vereinbarung dazu ist notwendig.

 

Clevere Umzugstipps, die Zeit und Nerven sparen

Zum Abschluss noch einige Profi-Tipps für einen reibungslosen Umzug:

  • Farbcodierung für Kartons: Verwenden Sie farbige Aufkleber für verschiedene Räume. So sehen Ihre Helfer sofort, wohin ein Karton gehört.

  • Kleinteilmanagement: Schrauben und Kleinteile von Möbeln in beschrifteten Zip-Beuteln am jeweiligen Möbelstück befestigen oder fotografieren.

  • Kleidertransport: Kleidung auf Kleiderbügeln einfach in Müllsäcken transportieren - oben ein Loch für die Bügel schneiden.

  • Teller sicher verpacken: Teller nicht flach stapeln, sondern senkrecht in Kartons stellen (wie in einer Spülmaschine) - das verhindert Bruch.

  • Digitale Inventarliste: Erstellen Sie eine Excel-Tabelle oder nutzen Sie eine Umzugs-App, um den Überblick über alle Kartons und deren Inhalt zu behalten.

  • Essensplan: Planen Sie, was Sie in den Tagen vor dem Umzug essen, um den Kühlschrank zu leeren.

  • Pflanzen transportieren: Pflanzen in Zeitungspapier einwickeln und in offenen Kisten transportieren.

  • Fotos von Elektronikanschlüssen: Fotografieren Sie die Kabelverbindungen Ihrer Elektronikgeräte vor dem Abbau.

 

Mit guter Planung wird der Umzug zum Erfolg

Ein Umzug bedeutet zwar immer Arbeit, aber mit der richtigen Vorbereitung lässt er sich gut bewältigen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der frühzeitigen und strukturierten Planung. Gehen Sie Schritt für Schritt vor, nutzen Sie Checklisten und teilen Sie die Aufgaben in überschaubare Portionen auf.

Denken Sie daran: Je besser die Vorbereitung, desto schneller fühlen Sie sich in Ihrem neuen Zuhause wohl. Und sollten Sie bei Ihrem nächsten Umzug Unterstützung bei der Mietkaution benötigen, steht Ihnen die Deutsche Kautionskasse gerne zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen einen reibungslosen Umzug und viel Freude in Ihrer neuen Wohnung!

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